CD & Co - vom Brennen und Rippen

„Heute ist alles viel leichter!“ Diesen Spruch haben Sie doch mindestens schon einmal von Ihren Eltern geh�rt. In einem Punkt haben sie da auch vollkommen Recht: Musikh�ren war fr�her wirklich total umst�ndlich. Mitten beim Anh�ren der Songs der neuen Lieblingsband war Schluss. Nichts mit gem�tlich Abh�ngen! Es hie�: Aufstehen und Platte umdrehen! Und den Lieblingssong mindestens 100 Mal abspielen ging auch nicht. Denn dann hatte die Platte lauter Kratzer und war somit was f�r die Tonne.

Revolutioniert wurde das Ganze durch die M�glichkeit, Audiosignale digital und optisch zu lesen. Diese neue Technologie f�hrte zu einer genialen Erfindung: der Compact Disk, kurz CD. Kein l�stiges Platteumdrehen und nerviges Rauschen, Knacken und Knistern! Und wie ein rohes Ei muss die CD auch nicht behandelt werden, denn sie kann echt was aushalten. Schon mal �berlegt, wem wir dieses Wunderding verdanken? Kunststoffen! Genauer gesagt, dem leichten, lichtdurchl�ssigen und stabilen Polycarbonat Makrolon.

Schon �ber 20 Milliarden Glitzerscheiben sind bereits aus diesem High-Tech-Material hergestellt worden. Und Milliarden Gigabytes an Musik und Daten sind auf ihnen gespeichert. Unglaublich, wie diese eher unscheinbaren Scheiben, jede mit genau einem Durchmesser von 12 Zentimetern und einem Gewicht von etwa 16 Gramm, das schaffen. Ganz einfach: �ber kleine Vertiefungen (Pits) in der Kunststoffscheibe, die sich spiralf�rmig von innen nach au�en auf einer Spur anordnen. Kompliziert wird es erst aufgrund der Dimension. 20.000 Windungen hat diese Spur und eine L�nge von 5,6 Kilometern. Somit ist zwischen den Windungen gerade mal 1,6 Mikrometer Platz.

Zum Vergleich: Ein einziges Haar w�rde mit seinem Durchmesser 40 bis 50 dieser Spurwindungen abdecken. Ph�nomenal, oder? Noch enger wird es bei der starken Schwester der CD, der Digital Versatile Disk oder kurz DVD. Denn ihr Speicherverm�gen ist mehr als siebenmal so gro�. Das bedeutet, dass noch mehr Pits untergebracht werden m�ssen. Daf�r wurde der Werkstoff Makrolon weiter modifiziert und f�r diese Anforderungen optimiert.